Enzo im Hundehimmel

Eines der letzten Fotos von Enzo
Eines der letzten Fotos von Enzo

Die Wohnung ist seltsam leer. Kein umherwuselnder Hund beim Nachhausekommen. Keine bettelnden Blicke à la „Herrchen, darf ich auf die Couch?" mehr. Sogar das nächtliche Frenchie-Schnarchen, das mich oft nervte, vermisse ich nun schmerzhaft. Enzo ist tot, am 2. Februar 2026 musste er eingeschläfert werden.

Vorausgegangen waren Wochen mit einem ständigen Auf und Ab zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Es begann während des Italienurlaubs im Herbst, als Enzos Hoden plötzlich anschwollen. Er bekam Medikamente und Salben. Eine vorübergehende Besserung trat ein – und alsbald wieder eine Verschlechterung. In der Anicura-Tierklinik in Alba erfolgten dann die Diagnose Mastzellentumor und in einer Notoperation eine vollständige Kastration, von der sich Enzo erstaunlich schnell erholte.

Zurück in Deutschland kam dann schnell die bittere Erkenntnis: Der Krebs hatte gestreut. Enzo wollte nicht mehr fressen, magerte dramatisch ab. Ich war zu dieser Zeit auf einer Reha in der Alpcura Fachklinik in Pfronten. 

Die Entscheidung, Enzo von seinen Leiden zu erlösen, trafen Andrea und ich am Telefon, was sehr belastend war. Am 2. Februar durfte Enzo zuhause, in vertrauter Umgebung, friedlich einschlafen.